
Liegestütz (Bosu Ball)
Zielmuskel
Brustmuskeln
Sekundär: Trizeps, Schultern, Core
Die Liegestütz (Bosu Ball) ist eine anspruchsvolle Krafttrainingsübung, die primär die Brustmuskeln beansprucht. Durch die Instabilität des Bosu-Balls werden zusätzlich der Trizeps, die Schultern und besonders der Core als sekundäre Muskeln intensiv gefordert. Diese fortgeschrittene Variante des klassischen Liegestützes erfordert einen Bosu-Ball und eignet sich ideal, um Stabilität und Muskelkraft gleichzeitig zu verbessern.
Ausführung
Platziere den Bosu Ball mit der flachen Seite nach unten auf dem Boden. Begib dich in eine hohe Plank-Position, wobei deine Hände die äußeren Ränder der Kuppel greifen und direkt unter deinen Schultern positioniert sind, während dein Körper eine gerade Linie von Kopf bis Fersen bildet.
Atme ein, während du langsam deine Ellbogen beugst und deine Brust in Richtung der Bosu-Kuppel absenkst. Halte deine Ellbogen leicht am Körper und sorge dafür, dass dein Rumpf angespannt und dein Rücken flach bleibt.
Senke dich weiter ab, bis deine Brust knapp über der Bosu-Kuppel schwebt oder sie leicht berührt. Deine Oberarme sollten dabei ungefähr parallel zum Boden sein und du spürst eine Dehnung in Brust und Schultern.
Atme kräftig aus, während du dich durch deine Hände nach oben drückst und deine Arme streckst, um deinen Körper zurück in die Ausgangsposition zu heben. Achte darauf, deinen Rumpf während der gesamten Bewegung stabil und fest zu halten.
Strecke deine Arme oben vollständig durch, sodass dein Körper wieder eine gerade Linie von Kopf bis Fersen bildet und du bereit für die nächste Wiederholung bist.
Tipps
Aktiviere deinen Rumpf und die Gesäßmuskulatur fest, um eine gerade Linie von Kopf bis Fuß zu halten und ein Durchhängen oder Anheben des Beckens zu verhindern. Dies ist entscheidend, um die Instabilität des Bosu auszugleichen und deine Wirbelsäule zu schützen.
Platziere deine Hände auf den äußeren Rändern der Bosu-Kuppel direkt unter deinen Schultern und halte die Ellbogen beim Absenken leicht am Körper. Weit ausgestellte Ellbogen können die Schultern unnötig belasten und die Brustmuskulatur weniger effektiv ansprechen.
Senke dich langsam und kontrolliert ab, bis deine Brust den Bosu leicht berührt oder knapp darüber schwebt, und drücke dich dann kraftvoll wieder nach oben. Vermeide schnelles Absenken oder Abfedern, da dies die Stabilität und die Muskelspannung reduziert.
Strecke am oberen Punkt der Bewegung deine Arme vollständig aus und drücke dich aktiv vom Bosu weg, sodass dein Körper eine gerade Linie bildet. Dies gewährleistet eine vollständige Wiederholung und maximale Aktivierung von Trizeps und Schultern.
Häufige Fragen
Welche Muskeln werden bei der Liegestütz (Bosu Ball) trainiert?
Die Liegestütz (Bosu Ball) zielt hauptsächlich auf die Brustmuskeln ab. Zusätzlich werden der Trizeps und die Schultern als sekundäre Muskelgruppen stark beansprucht. Die ständige Notwendigkeit, das Gleichgewicht auf dem Bosu-Ball zu halten, aktiviert zudem intensiv die Rumpfmuskulatur (Core), was diese Übung zu einer umfassenden Bewegung für den Oberkörper und die Stabilität macht.
Wie führt man die Liegestütz (Bosu Ball) korrekt aus?
Platziere den Bosu-Ball mit der flachen Seite nach unten. Greife die Ränder der Kuppel in einer hohen Plank-Position, Hände unter den Schultern. Atme ein, während du die Ellbogen beugst und die Brust kontrolliert zum Bosu senkst. Halte den Rumpf angespannt und die Ellbogen nah am Körper. Drücke dich beim Ausatmen kraftvoll nach oben, bis die Arme gestreckt sind und der Körper eine gerade Linie bildet. Achte auf eine langsame, kontrollierte Bewegung.
Was sind häufige Fehler bei der Liegestütz (Bosu Ball) und wie vermeidet man sie?
Ein häufiger Fehler ist das Durchhängen des Rückens oder das Anheben des Beckens, wodurch die Rumpfstabilität verloren geht. Aktiviere daher bewusst Gesäß- und Rumpfmuskulatur, um eine gerade Körperlinie zu halten. Eine weitere Fehlstellung sind weit ausgestellte Ellbogen, die die Schultern unnötig belasten. Halte die Ellbogen stattdessen beim Absenken leicht am Körper, um die Brustmuskeln optimal anzusprechen.
Wie viele Wiederholungen und Sätze sind bei der Liegestütz (Bosu Ball) sinnvoll?
Für den Muskelaufbau können 8-12 Wiederholungen pro Satz über 2-4 Sätze als Richtwert dienen, wobei die letzte Wiederholung herausfordernd sein sollte. Wenn der Fokus auf Kraft und Stabilität liegt, sind auch niedrigere Wiederholungszahlen (z.B. 5-8) mit einer konzentrierten Ausführung über 3-5 Sätze sinnvoll. Passe die Anzahl stets an dein aktuelles Fitnesslevel an, um eine saubere Technik zu gewährleisten.
Welches Trainingsziel wird durch die Liegestütz (Bosu Ball) erreicht?
Die Liegestütz (Bosu Ball) eignet sich hervorragend für mehrere Trainingsziele. Primär fördert sie den Muskelaufbau in Brust, Trizeps und Schultern. Durch die instabile Unterlage wird zudem die Maximalkraft und die Kraftausdauer trainiert. Ein wesentlicher Vorteil ist die intensive Verbesserung der Rumpfstabilität und des Gleichgewichts, was zu einer besseren Körperkontrolle und einer stärkeren Core-Muskulatur beiträgt.
Welche Alternativen gibt es zur Liegestütz (Bosu Ball)?
Als Alternativen zur Liegestütz (Bosu Ball) bieten sich verschiedene Übungen an, je nach gewünschter Intensität und Stabilität. Der klassische Liegestütz ist eine gute Basisübung. Für eine ähnliche, aber möglicherweise noch anspruchsvollere Instabilität kann der Liegestütz auf Gymnastikball ausgeführt werden. Wer die Übung erleichtern möchte, kann auf Erhöhte Liegestütze zurückgreifen, bei denen die Hände auf einer Erhöhung platziert werden.
Wie oft pro Woche sollte man die Liegestütz (Bosu Ball) trainieren?
Als fortgeschrittene Kraftübung kann die Liegestütz (Bosu Ball) 2-3 Mal pro Woche in den Trainingsplan integriert werden. Achte darauf, den beanspruchten Muskelgruppen ausreichend Erholung zwischen den Einheiten zu gönnen, typischerweise 48-72 Stunden. Wenn du dich stärker auf die Stabilität konzentrieren möchtest, können auch häufigere, kürzere Einheiten mit weniger Wiederholungen sinnvoll sein, solange die Gesamtbelastung angepasst wird.
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