
Liegestütz auf Gymnastikball
Zielmuskel
Brustmuskeln
Sekundär: Trizeps, Schultern, Core
Die Liegestütz auf dem Gymnastikball ist eine anspruchsvolle Kraftübung, die primär die Brustmuskulatur fordert. Durch die instabile Unterlage des Gymnastikballs werden zusätzlich der Trizeps, die Schultern und besonders die Core-Muskulatur intensiv beansprucht, um die Stabilität während der Bewegung zu gewährleisten. Sie gehört zum Krafttraining und richtet sich aufgrund der erhöhten Anforderungen an die Balance und Körperspannung an fortgeschrittene Trainierende.
Ausführung
Knie dich vor einen Gymnastikball und platziere deine Hände schulterbreit mit den Fingern nach vorne auf dem Ball.
Strecke deine Beine nach hinten aus, sodass dein Körper eine gerade Linie von Kopf bis zu den Fersen bildet und du auf den Zehenspitzen balancierst.
Spanne deinen Rumpf und dein Gesäß an, um die gerade Körperhaltung beizubehalten, während du deinen Oberkörper langsam zum Ball absenkst, indem du die Ellbogen beugst. Atme dabei tief ein und achte darauf, dass deine Ellbogen leicht nach hinten zeigen.
Senke dich weiter ab, bis deine Brust den Ball fast berührt oder leicht darauf aufliegt und deine Ellbogen etwa einen 90-Grad-Winkel bilden. Halte deinen Rumpf stabil und vermeide ein Absinken der Hüften.
Drücke dich kraftvoll mit den Händen vom Ball weg, strecke deine Arme und schiebe deinen Körper zurück in die Ausgangsposition. Atme dabei kräftig aus.
Strecke deine Arme vollständig durch und halte die gerade Körperlinie von Kopf bis Fersen, um dich auf die nächste Wiederholung vorzubereiten.
Tipps
Halte deinen gesamten Körper von Kopf bis Fuß in einer geraden Linie, indem du Bauch und Po fest anspannst, um ein Durchhängen der Hüfte oder ein Hochdrücken des Gesäßes zu vermeiden.
Platziere deine Hände fest und schulterbreit auf dem Gymnastikball, die Finger weit gespreizt, um maximale Stabilität zu gewährleisten und ein Abrutschen zu verhindern.
Führe deine Ellenbogen beim Absenken eng am Körper und leicht nach hinten, um deine Schultern zu schonen und Brust sowie Trizeps optimal zu aktivieren.
Führe die Bewegung stets kontrolliert aus, besonders beim Absenken, um die Instabilität des Balls zu meistern und die Muskeln effektiver zu fordern.
Achte darauf, deine Schultern während der gesamten Übung aktiv von den Ohren wegzudrücken und nach hinten unten zu ziehen, um den Nacken zu entlasten und die Schulterstabilität zu erhöhen.
Häufige Fragen
Welche Muskeln werden bei der Liegestütz auf dem Gymnastikball trainiert?
Die Liegestütz auf dem Gymnastikball trainiert hauptsächlich die Brustmuskulatur. Als sekundäre Muskeln werden der Trizeps und die Schultern stark beansprucht. Ein wesentlicher Fokus liegt zudem auf der Core-Muskulatur (Bauch- und unterer Rückenbereich), die kontinuierlich angespannt sein muss, um die nötige Stabilität auf dem instabilen Untergrund des Gymnastikballs zu halten und die korrekte Körperhaltung zu gewährleisten.
Wie führt man eine Liegestütz auf dem Gymnastikball korrekt aus?
Beginne kniend vor dem Ball, platziere die Hände schulterbreit darauf und strecke die Beine nach hinten aus, sodass der Körper eine gerade Linie bildet. Spanne Rumpf und Gesäß an. Senke den Oberkörper langsam zum Ball ab, indem du die Ellbogen beugst, die dabei leicht nach hinten zeigen. Drücke dich anschließend kraftvoll vom Ball weg in die Ausgangsposition. Achte darauf, die Körperlinie während der gesamten Bewegung stabil zu halten.
Was sind häufige Fehler bei der Liegestütz auf dem Gymnastikball und wie vermeidet man sie?
Häufige Fehler sind ein Durchhängen der Hüften oder ein Hochdrücken des Gesäßes, was auf eine unzureichende Rumpfspannung hindeutet. Dies vermeidet man, indem man Bauch und Po während der gesamten Übung fest anspannt. Ein weiteres Problem ist unkontrolliertes Absenken oder Abrutschen der Hände. Führe die Bewegung kontrolliert aus und achte auf eine feste Handposition mit gespreizten Fingern, um die Stabilität zu maximieren.
Wie viele Wiederholungen und Sätze sind bei der Liegestütz auf dem Gymnastikball sinnvoll?
Für den Muskelaufbau sind in der Regel 3-4 Sätze mit 8-12 Wiederholungen pro Satz ein guter Richtwert. Wenn der Fokus auf Kraft und Stabilität liegt, können auch 3-5 Sätze mit 5-8 Wiederholungen oder längeren Haltephasen im unteren Bereich der Bewegung sinnvoll sein. Wichtig ist, dass die Ausführung stets sauber bleibt und die Instabilität des Balls kontrolliert werden kann, bevor die Wiederholungszahl gesteigert wird.
Ist die Liegestütz auf dem Gymnastikball für Anfänger geeignet?
Nein, die Liegestütz auf dem Gymnastikball wird als fortgeschrittene Übung eingestuft und ist nicht für Anfänger geeignet. Die Instabilität des Gymnastikballs erfordert ein hohes Maß an Körperspannung, Balance und bereits vorhandener Kraft in Brust, Schultern und Trizeps. Anfänger sollten zunächst klassische Liegestütze oder Knie-Liegestütze meistern, bevor sie sich an diese anspruchsvollere Variante wagen.
Welche Alternativen gibt es zur Liegestütz auf dem Gymnastikball?
Für Trainierende, die eine ähnliche Muskelgruppe ansprechen möchten, aber noch nicht die nötige Stabilität für die Liegestütz auf dem Gymnastikball besitzen, gibt es gute Alternativen. Dazu gehören die klassische Liegestütz, Knie-Liegestütze für Einsteiger oder auch erhöhte Liegestütze, bei denen die Hände auf einer stabilen Erhöhung platziert werden. Diese Varianten helfen, Kraft und Technik aufzubauen.
Für welches Trainingsziel eignet sich die Liegestütz auf dem Gymnastikball?
Die Liegestütz auf dem Gymnastikball eignet sich hervorragend für mehrere Trainingsziele. Sie fördert den Muskelaufbau in der Brust, dem Trizeps und den Schultern. Gleichzeitig trägt die Übung signifikant zur Steigerung der Rumpfstabilität bei, da die Core-Muskulatur permanent arbeiten muss, um die Balance zu halten. Dies macht sie zu einer effektiven Übung für funktionelle Kraft und eine verbesserte Körperkontrolle.
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